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Cassius Clay vs Sonny Liston

25. Februar 1964, Miami Beach, Florida

Muhammad Ali(damals noch Cassius Clay), war erst 22 Jahre alt(4 Jahren Profi), als er zu seinem 1. Kampf gegen Sonny Liston antrat. Bevor der Kampfvertrag unterzeichnet wurde, reiste Clay mit einem Bus durch die USA, der voll mit provokanten Aufschriften  war. Auf diese Weise hatte er den Druck auf Listons Manager solange erhöht, bis ein Kampf um die WM-Krone zwischen dem "hässlichen, braunen Bären", wie Clay Liston nannte, und ihm, der damals gerade 19 Profikämpfe mit ca 5 Runden/Fight, aufzuweisen hatte, unausweichlich war. Auch nach der Vertragsunterzeichnung am 5. 11. 1963, hörte Clay nicht auf, Liston zu verhöhnen. Er fuhr nachts bei Listons Haus vor und randalierte.  Als Liston daraufhin mit einem Feuereisen bewaffnet herausstürzte und eine Scheibe von Clays Bus zertrümmerte, musste er von der Polizei in sein Haus gebracht werden.  Clay verfasste Spottgedichte über Liston , welche beschrieben, wie Clay Liston ausknocken würde. Beim Wiegen vor dem Kampf geriet Clay so in Rage, dass alle Anwesenden(auch Liston!), ihn für verrückt erklärten. Der anwesende Arzt stellte bei Clay einen Puls von 120 fest und erklärte, dies könne auf enorme Angst oder Aufregung zurückzuführen sein. Die Wahrheit war aber das Clay alles vorher genauestens einstudiert hatte, um auf Reporter sowie Liston nebst dessen Gefolge genau diesen Eindruck zu machen. In Folge dessen setzten 43 der 46 Sportreporter auf Liston, der bei den Buchmachern Favorit war, mit einer Quote von 7 zu 1. Gleich zu Kampfbeginn stürzte sich Liston auf Clay, als wolle er ihn erledigen, wie er es zweimal mit Floyd Patterson getan hatte: In der ersten Runde. Clay, der Herausforderer, jedoch ließ ihn erst gar nicht an sich heran. Er tänzelte die ganze Zeit um Liston herum, der wenig Beinarbeit zeigte. Auch mit seinen Schlägen kam er nicht wirklich zu Clay durch, der ständig in Bewegung war. Immer wieder musste er seinerseits jedoch harte linke Gerade einstecken, die ihm in der 3. Runde eine blutende Schramme unter dem linken Auge zur Folge hatten.Doch plötzlich stand der Kampf auf der Kippe. In der Pause zwischen der 4. und der 5. Runde konnte Clay nichts mehr sehen. "Schneid' mir die Handschuhe auf, wir gehen!" sagte er zu seinem Trainer(Angelo Dundee). Der jedoch stieß ihn, kurz bevor der Ringrichter den Kampf abbrechen konnte, in die Ringmitte. Mit dieser Tat verschaffte er Clay den Titel, denn Clay kam irgendwie durch die 5. Runde, in welcher er sich ganz darauf konzentrierte, Listons Schläge abzuwehren, welche er jedoch kaum sehen konnte. Selber schlug er in dieser Runde nur 1 Mal. In der 6. Runde konnte Clay dann wieder sehen. Sofort machte er dort weiter, wo er nach Runde 4 aufgehört hatte. Später schrieb José Torres in seiner Ali-Biographie: "In der sechsten teilte er Schläge aus, die aus allen Richtungen gleichzeitig zu kommen schienen". Als der Gong den Beginn der 7. Runde einläutete, kam Liston nicht mehr aus seiner Ecke. Clay konnte es kaum fassen. Er rannte im Ring herum und schrie "Ich muss der Größte sein!". Er hatte die Boxwelt auf den Kopf gestellt, einen Gegner, der für unschlagbar galt, besiegt und zum ersten Mal den WM-Titel im Schwergewicht gewonnen.

 Muhammad Ali vs Sonny Liston

25. Mai 1965, Lewiston, Maine 

Der Rückkampf zwischen Cassius Clay, der sich jetzt Muhammad Ali nannte und dem Ex-Champion Sonny Liston wurde  auf den 16. November 1964 festgesetzt. Jedoch 3 Tage vor dem Kampf wurde bei Ali eine Schwellung in den rechten Eingeweiden festgestellt, welche sich als Leistenbruch enpuppte. Dies erforderte eine sofortige Operation. Der Kampf wurde deshalb um ein halbes Jahr verschoben und sollte in Lewiston, Maine, stattfinden. Die Halle hatte ein Fassungsvermögen von gerade 5000 Zuschuern und war nicht einmal ausverkauft. Die Geschichte des Kampfes ist schnell erzählt. Kaum begonnen, war alles schon wieder vorbei.Nach gerade 105 Sekunden, in denen Ali 6 Schläge ansetzte, ging Liston plötzlich zu Boden. Er hatte einen sogenannten "Phantom-Punch" abbekommen, den ein Großteil der Zuschauer nicht einmal gesehen hatte. In Zeitlupe erkennt man, wie Liston einen "Jab" schlägt, der Ali nicht erreicht, da dieser nach rechts ausweicht. Ali schlägt eine Rechte an Listons Kiefer. Diesen Schlag konnte Liston nicht kommen sehen, weil sein Kopf für kurze Zeit nach unten fiel. Aus diesem Grund konnte sich Liston sich nicht auf den Schlag einstellen und fiel sofort um. Ali jedoch ging nicht in die neutrale Ecke, sondern stellte sich neben den am Boden liegenden Liston und brüllte, Liston solle aufstehen und kämpfen. Der damals verantwortliche Ringrichter Jersey Joe Walcott, ein ehemaliger Schwergewichtsweltmeister, versuchte Ali von Liston abzudrängen, vergass aber darüber Liston auszuzählen, welcher nach 17 Sekunden zu sich kam, sich erhob und den Kampf wieder aufnahm. Wenige Sekunden später brach Walcott den Kampf dann endgültig ab, nachdem Nat Fleischer(Herausgeber vom Ring Magazine), in den Ring rief, Liston sei längst ausgezählt worden. Walcott erklärte Ali zum Sieger durch K.O. Viele der Zuschauer waren der Meinung, der Kampf sei abgesprochen gewesen. Das FBI nahm die Ermittlungen auf. Sogar im US-Kongress hatte dieser Kampf ein Nachspiel. Ans Licht kamen zwar viele Informationen, blieben jedoch am Ende nur Spekulationen: 
- Liston soll in seinem Trainingslager Besuch von einigen unangenehmen Typen gehabt haben, die sich als Repräsentanten der Black Muslims vorstellten. Sie hätten Liston gedroht: Sollte er siegen, würden sie dessen 23jährige Tochter Eleanor umbringen.
- Liston habe sich für Geld niedergelegt.
- Ein abgesplitterter Flügel der Black Muslims habe Ali gedroht, er werde während des Kampfes erschossen. Liston habe Angst gehabt, dass er ebenfalls eine Kugel verpasst bekommen könnte und hätte deshalb schnellstmöglich den Ring verlassen wollen. All diesen Spekulationen widerspricht Ali in seiner Autobiographie  auf Seite 123 vehement!  "Tatsache ist, dass noch niemals ein Kampf weniger abgesprochen war als dieser"

 

 

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